Mach mit – bleib fit! im Alisea Domizil in Marmstorf

vor 1 Monat

Pilotprojekt im Alisea Domizil, Marmstorf

 

Was macht GWH in der stationären Pflegeeinrichtung?

 

Eigentlich war das Pilotprojekt im Rahmen der HSB-Bewegungsinitiative „Mach mit – bleib fit!“ bereits für 2020 geplant. Mittel wurden durch den Sportfördervertrag von der Behörde für Inneres und Sport bereitgestellt, um das bereits bekannte Konzept von „Mach mit – bleib fit!“ in stationären Pflegeeinrichtungen zu übertragen. Dafür koordiniert der HSB in Kooperationen mit seinen Sportvereinen aus den jeweiligen Stadtteilen die Durchführung der Gruppen mit Übungsleiter*innen, die mindestens die 2. Lizenzstufe (B-Lizenz Prävention/ Rehabilitation) oder eine gleich- bzw. höherwertige berufliche Ausbildung erworben haben. Bereits im November/ Dezember 2019 wurden Übungsleiter*innen im Rahmen einer 40 Lerneinheiten umfassenden Schulung fortgebildet, bei der sie auf die Bewegungsarbeit in der stationären Pflegeeinrichtung vorbereitet wurden und das Handwerkszeug für den Umgang mit hochaltrigen Pflegebedürftigen lernten.

An dieser Schulung konnte ich teilnehmen und viel Wissenswertes über die Einschränkungen und Erkrankungen sowie den Aufbau von geeigneten Bewegungs-angeboten erlernen.

Dann kam Corona!

Im Frühjahr 2022 ein neuer Start im Alisea Domizil. Für die Testungen der Teilnehmer*innen sowie die anschließende Evaluation wird das Pilotprojekt vom Team der Vertretungsprofessorin Dr. Bettina Wollesen von der Universität Hamburg begleitet. Eigens dafür wurde ein Frageprotokoll zur derzeitigen Lebenssituation und ein Messprotokoll für bestimmte Bewegungsmöglichkeiten (Handkraft, Balance, Ganggeschwindigkeit etc.) erstellt, um die Lebenszufriedenheit und Mobilität der Senior*innen vor Beginn der Maßnahme und nach Abschluss zu erfassen und vergleichen zu können.

Von Mai bis September 2022 habe ich dann einmal pro Woche am Mittwochnachmittag das Bewegungsangebot im Gemeinschaftsraum des Alisea mit der Gruppe durchgeführt.

Der HSB hat uns Geräte wie Bälle, Igelbälle, Stäbe und ein großes Schwungtuch zur Verfügung gestellt. Unterstützt wurde ich von Frau Nora Steinemann, Uni Hamburg (Dokumentation und Hilfestellung) sowie von Mitarbeiterinnen des Alisea Domizils.

Für jede Bewegungsstunde habe ich ein Konzept erstellt, in dem die Bereiche:

Alisea 22 2

Mobilisation und Aufwärmen

Koordination/Kognition/ Spielformen (Gleichgewicht)

Gangbahnen (mit Hindernissen, Merkaufgaben)

Kräftigung

Auslockerung/Dehnen und Abschluss

abgedeckt werden sollten, um eine überprüfbare Struktur für die Auswertung der Uni Hamburg zu erhalten.

Die Gruppe bestand aus Frauen und Männern, davon 4 im Rollstuhl, 10 mit Rollator und 2 ‚Fußgänger‘. Eine große Herausforderung für mich, denn es sollten ja alle mitmachen!

 

Mein Eindruck ist, dass die Teilnehmer Spaß an der Bewegung und in der Gruppe hatten! Die Mobilität und Leistungsfähigkeit hat sich bei Einigen deutlich verbessert! Aber vor allem haben die TN festgestellt, dass sie sich mehr zutrauen können und sind selbstsicherer geworden. Gangübungen konnten teilweise ohne Rollator geschafft werden, die Strecken wurden länger und eine Teilnehmerin konnte sogar aus dem Rollstuhl wieder zum Gehen mit Rollator gebracht werden!

Zur Zeit gibt es 75 Mach mit – bleib fit Gruppen in Hamburg, 4 davon in stationären Pflegeeinrichtungen!

Es war für alle eine wertvolle Erfahrung, und nun sind wir natürlich gespannt was die Evaluation der Uni Hamburg ergeben wird.

Eure Übungsleiterin

Sabine Dobberitz

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